Freitag, 26. Juni 2020


Wer regiert hier wen? Über die Wichtigkeit der Unterscheidung!

Geld heißt es, sei Macht und diese Einsicht beruht auf Beobachtungen, die nun mehr als offensichtlich gemacht wurden. Keine mächtige Organisation, auch keine Partei und keine NGO kommt ohne mächtige Geldgeber aus. Entsprechend sind es Einzelinteressen, die weltweit propagiert und vertreten werden. Von dieser Ebene geschieht nichts! zum Besten der Weltbevölkerung - das sollte jedem klar sein.
Zur Ablenkung und Täuschung werden uns Bilder von Gut und Böse, Richtig und Falsch tagtäglich um die Ohren gehauen (sofern wir uns darauf einlassen). Es gibt immer weniger Grautöne, dafür mehr grobe, einseitige Unterscheidungen im Journalismus. Die Medien gehören letztlich Menschen mit Kapital und Interessen und sind eingebunden in finanziell fein gestrickte Netzwerke. Jede Redaktion hat Vorgaben und manch kritischer Bericht ist schlichtweg nicht mehr erlaubt. Wer etwas anderes sagt wird diffamiert und verleumdet, was die Bevölkerung noch mehr verunsichert.
Allgegenwärtig sind die Methoden, welche in den Standardwerken zu Propaganda und Manipulation der Massen beschrieben werden. Es werden die Techniken der Beeinflussung genutzt: es wird Angst gemacht, an Emotionen appelliert und es wird damit gerechnet, dass die kreierte Massenhysterie eine Gesellschaft blind und beeinflussbar macht. Das Volk verlangt durch die Angst nach starker Führung und kann nichts mehr mit Freiheit anfangen. So wiederholt sich dunkle Geschichte im neuen Gewand.

Die herrschende Gesellschaftsordnung ist der Kapitalismus – eine Ideologie der Neuzeit. Das Endstadium des Kapitalismus bedeutet Zentrierung und Monopolismus. Die Schutzmechanismen, welche dies verhindern sollen, werden leicht durch die Herrschenden ausgehebelt. Das Resultat ist: die Welt gehört heute wenigen, die überall regieren. Das Geld hat sich immer mehr zentriert und die 0,1 % Superreichen sind omnipotent in allen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Bereichen an Schlüsselstellen vertreten. Wir können überall nachlesen, wie viel die Mächtigen an der Krise verdient haben und es ist zu erwarten dass sie sich noch mehr bereichern werden, während andere insolvent gehen und ihr Geschäft und ihren Besitz aufgeben müssen. Wir erleben hier eine massive Kapitalverschiebung direkt vor unserer Nase aber sollen uns an Viren und Rassismus abarbeiten.

Wir leben in einer Welt, die sich schleichend verändert hat. Dies wird immer offensichtlicher und es wird geradezu überdeutlich, wenn man einen Blick auf 40 Jahre alte Fernsehdiskussionen wirft und diese offenen, gelassenen Gespräche mit der einseitigen politischen Korrektheit der Jetztzeit vergleicht. Errungenschaften, wie Demokratie und Meinungsfreiheit sind in den Jahren unbeobachtet zwischen den Fingern verronnen.
Ein eigenartiges Spiel, welches sich beobachten lässt und viele Menschen fragen sich, was jetzt zu tun ist.

Mir wird deutlich, dass die Unterscheidungsfähigkeit immer wichtiger wird. In der Entwicklung zu dem, was wir alle sind, ist die Fähigkeit zur Unterscheidung eine zentrale Fähigkeit, die von immenser Bedeutung ist. Das geschärfte Bewusstsein, welches unterscheidet und nicht mehr der Angst und falschen Propheten folgen braucht. Es unterscheidet zwischen dem, was beobachtet und alles bezeugt und dem, was geschieht. Das klingt vielleicht unbedeutend, ist aber der wichtigste Faktor zwischen dem Prozess des Aufwachens bzw. der Erleuchtung und dem leiderfüllten Leben als Person in einer Welt.
Es ist auch wichtig, um die kreierte und im Volk manifestierte Angst zu erkennen und zu begreifen, dass die Angst kein Teil von dem ist, was wir sind. Nur ohne Angst können wir frei und richtig handeln und müssen keinem Heilsversprechen glauben und keine Gespenster bekämpfen.
Die Unterscheidungsfähigkeit sollte durch eine geschärfte Aufmerksamkeit geschult werden. Das Bewusstsein für das eigene Sein, die ungetrübte Existenz, ist der Dreh- und Angelpunkt. In diesem Sein taucht alles auf, was wir als uns und unser Leben, unsere Welt betrachten. Ohne dieses Sein verschwindet alles. Das ist zunächst die einzige Wahrheit, die wir erkennen und akzeptieren müssen. Auch ohne Religion und Führung tauchen in dieser einfachen Verschiebung unseres Bewusstseins alle göttlichen Eigenschaften auf, nach denen sich der Mensch insgeheim sehnt.
So wird das Leben zu einem Spiel in einem Theater, das wir selbst sind. Wir sind das Haus, die Schauspieler, die Kulissen und die Zuschauer zugleich. Und andererseits sind wir nichts davon.
Das ist die wahre Freiheit, die uns niemand nehmen kann und die niemand kennt, dessen Herz von Gier erfüllt ist.
Mit dieser Haltung können wir mutig unser Leben leben. Das bedeutet, wir sind nicht betrübt durch die Angst, welche das stärkste Mittel der Kontrolle und die größte Einschränkung im Leben ist. Wir müssen uns nicht abarbeiten an trügerischen Berichten und keine Wut auf unseresgleichen ausleben. Wir müssen nicht konsumieren, um uns zu befriedigen und um einen Ausgleich für das Unglück in toten Gegenständen zu erkaufen. Wir lassen uns dann nicht mehr beirren durch die Hysterie und das beschworene Ende des Leidens durch ein Heilmittel und die totale Kontrolle, die uns schmackhaft gemacht werden soll. Wir erkennen einfach, dass wir schon immer frei waren und keiner uns etwas kann.

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