Samstag, 20. Juni 2020

Vom Alltagsbewusstsein in die Meditation

Schau aus deinen Augen, erkenne deine Gedanken, spüre deinen Körper. Erkenne, dass etwas in dir alles wahrnimmt. Dehne die Aufmerksamkeit soweit es dir möglich ist. Nimm alles wahr, was in dir und um dich ist.
Dann lass das Pronomen weg und schau aus den Augen, erkenne die Gedanken und spüre den Körper. Die Aufmerksamkeit fällt weiter in ihren Ursprung, lässt die Welt der Erscheinung los.
Dieser Ursprung liegt im ICH BIN und existiert vor jedem Gedanken, vor jeder Vorstellung von einer Person und einer Welt. Entsprechend führen Gedanken und Ideen nicht dorthin, nur die totale Entspannung und das Fallenlassen alles Vergänglichem.
Vertieft sich die unpersönliche Wahrnehmung der Welt, dann ist da nur noch Sehen, Erkennen, Spüren. Die fünf Sinne und das Erkennen der Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen sind einfach etwas, das im Raum erscheint. Die Welt, der Mensch - alles reduziert sich auf eins, was erscheint und verschwindet. In der Loslösung ist alles, was erscheint, in Bewegung. Tauchst du tiefer in diese Wahrheit, dann ist da nur noch Licht, Liebe und Ton. Das Ich verschwindet, die Welt verschwindet, was fest schien erscheint in Bewegung und ist nicht zu trennen vom leeren Raum.
Auf jeden Gedanken, der aus Gewohnheit verfolgt wird, folgt ein zweiter Gedanke und die Aufmerksamkeit ruht nicht mehr im Sein. Die Welt erscheint durch den Gedanken, welcher Assoziation, Erinnerung und Interpretation ist. Er hilft bei der Orientierung in der Erscheinung, kann aber nicht erreichen, nicht begreifen, was du wirklich bist. Das Spiel ist, den Gedanken wieder loszulassen, zu erkennen, dass Gedanken beobachtet werden, aber niemand wirklich da ist, der denkt. Frag dich, zu wem der Gedanke kommt, ohne einen Gedanken für die Antwort zu bedienen und du bist wieder dort, wo dich der erste Gedanke hergeholt hat. Da ist wieder nur das, was sieht, hört... alles wahrnimmt.

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